-
- Diplomatischer Posten: Das Familienoberhaupt, Nikolaj Demidowwurde zum russischen Botschafter im Großfürstentum Toskana ernannt. Obwohl er zunächst in Rom blieb, veranlassten ihn seine diplomatische Mission und die Anziehungskraft der kulturellen Vielfalt von Florenz dazu, dort seinen ständigen Wohnsitz zu begründen. 1825, wie aus den Archivunterlagen von SIUSA hervorgeht.
- Investitionen und Status: In Florenz kaufte Nikolay sumpfiges Land. San Donato in PolverosaDort ließ er die prächtige Villa San Donato errichten. Dies ermöglichte ihm den Aufstieg in den europäischen Hochadel; Großherzog Leopold II. verlieh ihm daraufhin den Titel Prinz von San Donato .
- Mäzenatentum und Philanthropie: Die Familie wählte Florenz als Zentrum ihrer karitativen und künstlerischen Aktivitäten. Nikolay gründete Schulen und Krankenhäuser und erwarb sich damit die Dankbarkeit der Florentiner, die ihm das Marmordenkmal widmeten, das noch heute auf der Piazza Demidoff zu sehen ist.
- Leidenschaft für Kunst: Sein Sohn Anatoly Demidoff Diese Tradition setzte er fort, indem er den Pratolino Park (ein ehemaliges Medici-Anwesen) erwarb und restaurierte, in dem sich heute die berühmte Villa Demidoff befindet.
Hinter der diplomatischen Fassade verbirgt sich eine pikante Anekdote, die ihren Abschied aus Rom recht abrupt erscheinen ließ.
Das „Problem“ entstand während der Karneval von 1824Nicola Demidoff veranstaltete in seinem römischen Palast eine so verschwenderische und ausgelassene Party, dass die Feierlichkeiten – mit Tanz und Trinksprüchen – bis nach Mitternacht andauerten. Faschingsdienstag, was sich bis in die frühen Morgenstunden erstreckte Aschermittwoch.
Folgendes ist passiert:
- Den Papst beleidigenDie Fortsetzung der Feierlichkeiten am Tag des Fastenbeginns wurde als schwerwiegender Akt der Respektlosigkeit gegenüber den kirchlichen Autoritäten angesehen. Papst Leo XII., der für seine moralische Strenge und seine strikten Beschränkungen öffentlicher Festlichkeiten bekannt war.
- Das UltimatumDer Heilige Stuhl war nicht amüsiert. Es heißt, der Papst habe unmissverständlich klargemacht, dass ihr „skandalöses“ Verhalten in der Ewigen Stadt nicht länger willkommen sei.
- Der taktische SchachzugUm weitere diplomatische Zwischenfälle zu vermeiden und ein liberaleres und toleranteres Klima zu finden, beschloss Nicola Demidoff 1825, seine Koffer (und seine immense Kunstsammlung) zu packen und nach Florenz zu ziehen, wo Großherzog Leopold II. eine so wohlhabende und einflussreiche Familie nur allzu gern willkommen hieß.
In Florenz angekommen, legten die Demidoffs zwar nicht ihre Vorliebe für rauschende Feste ab, achteten aber nun viel genauer darauf, den liturgischen Kalender nicht zu verletzen!
Haben wir Ihnen einen guten Grund genannt, Ihren nächsten Karneval in Florenz zu verbringen?